Über Lärchenholz

Die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Nadelbüschel waren früher als Manna von Briançon im Gebrauch. Aus dem verletzten Stamm der Lärche fließt als Balsam das "Venezianische Terpentin" mit einem Terpentingehalt von 10–25 % aus. Dieses immerflüssige Harz wird etwa in der Homöopathie genutzt.

Der Harzbalsam der Lärche enthält Harzsäuren wie z.B. Laricinolsäure, ein unverseifbares Harz (Larioresen), ein ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Alpha-Pinen und Diterpene. Zubereitungen aus Lärchenterpentin werden in der Volksheilkunde äußerlich wegen des durchblutungsfördernden Effektes und der antiseptischen Wirkung zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden, Furunkeln, Neuralgien oder Katarrhen der Atemwege angewandt. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt.

Früher wurden Lärchen ausgehöhlt, um Wasserleitungen im Erdreich zu verlegen und so Brunnen auszupumpen. Ebenso gab es Regenrinnen, Schlote und Dachschindeln, die bis zu 100 Jahre hielten aus dem dauerhaften Holz. Die Rinde diente zum Gerben von Leder und war sehr beliebt, da sie dem Leder eine edle schwarze Farbe verlieh. Heute finden die Rindenabfälle als Gartenmulch Verwendung. Im Vergleich zu anderen Rindenmulch verrottet der Lärchenbodendecker langsamer.

Lärche ist das schwerste, aber auch härteste einheimische Nadelholz. Es ist sehr harzhaltig, im Kern überwiegend rötlich braun. Dem Wechsel der Witterung ausgesetzt, zeigt es höchste Widerstandskraft. Aufgrund des langsamen Wuchses ist Lärchenholz sehr feinfaserig, fest, dauerhaft und zäh. Es trocknet schnell, schwindet nur mäßig, arbeitet gering, ist gut bearbeitbar und eher unempfindlich gegenüber Pilzbefall. Bei all diesen Vorteilen ist es dennoch schwierig, die Lärche richtig zu bearbeiten. Wir von Reiter Bioholz, arbeiten schon in der zweiten Generation mit Holz, und haben uns auf die richtige Behandlung von Lärchenholz spezialisiert.

Der hohe Harzanteil macht es zusätzlich wertvoll. Eine 2003 veröffentlichte Studie des Joanneum Research in Graz belegt die positive Wirkung auf Menschen: sanfterer Herzschlag, ruhigere Nerven, Schlaflosigkeit schwindet. Weiters wirkt das Harz antibakteriell.